Wer sind wir?

 

Gabriel Bergmann

Häufig findet man in Galerien oder Museen eine gastronomische Kunst-Begleitung. Leider handelt es sich dabei häufig um phantasieloses und austauschbares Fingerfood, das der ästhetisch ausgefeilten Kunstpräsentation kaum gerecht werden kann. Es dient zumeist nur der Erfrischung ermatteter Besucher und steht kaum in Zusammenhang mit der sie umgebenden Kunst.

Allenfalls wird vielleicht eine russisch inspirierte Küche zu einer Ausstellung russischer Maler angeboten oder eine französische Bistroküche zu einer Sonderschau französischer Impressionisten.

Die Kochkunst kann allerdings viel mehr leisten. Richtig gestaltet kann eine kunst-begleitende Gastronomie in den künstlerischen Kommunikationszusammenhang einbezogen werden, überraschende Bezüge aufzeigen, Interesse erregen, Diskussion provozieren und so einen ästhetischen kognitiven und intellektuellen Zugewinn darstellen.

Dabei sind unterschiedliche Herangehensweisen vorstellbar: von der Parallelität von Farben und Formen in einem Bild und auf dem Teller, über Parallelen in der Mal- und Kochweise (Transversalität, Überraschung in der Komposition von Elementen, Gegenständen und ihren Positionen zueinander hier, von Ingredienzien, Geschmäckern, Gerüchen und ihrem Wechselverhältnis dort), bis zur völligen Abstraktion, bei der das sinnliche Erlebnis und die Interpretation eines Kunstwerks einem kulinarischen Kunstwerk gegenüber gestellt wird, das ähnliche Sinneseindrücke und Interpretationen zulässt.

Das vom Koch und Philosoph Gabriel Bergmann entwickelte Konzept der kommunizierenden Geschmacksräume, kann dabei helfen, solche Zusammenhänge sichtbar zu machen und zu durchdenken. Es kann z.B. beschreiben, wie man eine mineralische Flächigkeit mit scharfen Geschmackslinien durchsetzt, wie man Polaritäten entstehen lässt und wieder auflöst, wie man flüchtige Aromen über einem Grundton dauerhafter Geschmacksrichtungen changieren lässt oder wie man mit etablierten Geschmacksbildern vertraute Mindframes bedient, um dann mit neuen Zugängen und Interpretationen zu überraschen.

Nähere Ausführungen zu diesem Gedankengang und weiterführende Links finden Sie in dem Blogbeitrag „Kunst-Geschmack“ unter https://bremerbiomanufaktur.wordpress.com/2016/03/12/kunst-geschmack/.

Im Workshop „Kunst-Geschmack“ in der AtelierGalerie einseins7 möchten wir die Möglichkeiten erschließen, die eine Verbindung von Kunst-Genuss und kulinarischem Genuss eröffnet.

Die Künstlerin Conny Wischhusen führt in die Welt der Malerei ein, erläutert die Wirkung von Farben, Materialien und Texturen, von Werkzeugen und Techniken und schlägt so auch einen Bogen zur Kochkunst.

Umgeben vom Flair des Ateliers erstellen wir unter Einbeziehung künstlerischer Vor-Bilder aromatische Essenzen und kombinieren sie zu reichhaltigen Geschmackserlebnissen. Kulinarischer Genuss und Kunstbetrachtung verschmelzen zu einer einzigartigen ästhetischen Erfahrung.

Gabriel Bergmann, Jahrgang 1974, erlernte das Kochen in Köln, u.a. im Hotel Excelsior Ernst.

Im Anschluss studierte er Philosophie und Soziologie in Hamburg, hörte aber  – schon aus finanziellen Gründen – nie auf, auch als Koch zu arbeiten.

In seinem Blog (blog.bremer-biomanufaktur.de) präsentiert Gabriel Bergmann neben  interessanten Rezepten und Küchentipps auch philosophische Beiträge rund um gastrosophische Themen wie Bio, Kulinarik oder Tierethik. 

Auf Grundlage seiner jahrelangen Erfahrung als Koch und Philosoph entwickelte Gabriel Bergmann das Konzept der kommunizierenden Geschmacksräume, das auch dem gastronomischen Laien einen leichten und praxisnahen Zugang zum kreativen Kochen bietet.

Gabriel Bergmann ist Blogautor, hält Vorträge und veranstaltet Kochkurse und Geschmacksseminare..

Conny Wischhusen

geb. 1962 in Bremerhaven

1984 – 2000 Berlin

2000 – 2012 Bremerhaven

seit 2012 Bremen

Ich untersuche in meinen Arbeiten wie Linie  und Form durch  Reduzierung in Farbe und Form ein abstraktes  Ganzes ergeben. Ich male in Acryl auf den verschiedensten Untergründen. Des Weiteren arbeite ich in der Technik des Linol- und Materialdruckes. Ich verwende oft Recyclingmaterialien, die mir eine schier unendliche Möglichkeit des Ausdruckes bieten. Mein Arbeitsmotto lautet: Wenn du suchst, hast du keine Zeit zum Finden. Fotografien sind Inspiration, Skizze und Gedanke für meine Arbeit.

zahlreiche Ausstellungen im In-und Ausland

Weiterbildung bei Jonathan Sherate in Berlin

Weiterbildung und Zusammenarbeit mit Godehard Pollakowski in Bremerhaven

2006 – 2012  Werkstattatelier in Bremerhaven mit Kursen für Kinder und Erwachsene

Entwicklung, Leitung und Durchführung verschiedener Kunstprojekte 

Gründungsmitglied der Galerie KunstRaum (2009 – 2011) in Bremerhaven

2014 Gründung der „AtelierGalerie einseins7“ in Bremen im Viertel

Mitglied der KünstlerInnengruppe „panopticon“

www.connywischhusen.de